Nach einer Google Suche haben wir schließlich den Artikel “Schluss mit unbezahlten Praktika!” von Eva Hoffmann für das Jetzt Magazin gefunden, für den Interndinner ein Interview gegeben hatte. Der Artikel zeigt die Problematik rund um unbezahlte Praktika/Ausbeutung durch Praktika sehr gut auf und wäre aus Interndinners Sicht ein guter Artikel, wäre nicht die Genauigkeit für eine reißerische Story geopfert worden. So wurden einige unserer Aussagen sehr fantasievoll verdreht. Erstens:

Interndinner hat nie mit Sponsoren zusammengearbeitet, unsere Aktionen wurden hauptsächlich von den Institutionen finanziert, die uns eingeladen haben, wie im Fall des Dinners im 21er Haus – Museum für zeitgenössische Kunst 2012 vom Museum selbst. (Für mehr Details zum Abendessen im 21er Haus siehe https://interndinner.wordpress.com/2013/02/21/kulturrisse-heft-042012-and-the-interndinner/).

Zweitens:

Eine Verdrehung, die viel erheblicher ist, betrifft die Kritik an Ausbildungsinstitutionen, die Praktikumsangebote unreflektiert an ihre Studierenden weiterverbreiten: Bei unserem Workshop “Job and Internship Offers” am 3. und 10. März 2013 an der Akademie der Bildenden Künste gab es eine lange Diskussion über die Rolle, die Ausbildungsinstitutionen spielen, wenn sie unfaire und ausbeuterische Arbeitsmöglichkeiten (nicht nur Praktika) weiterverbreiten. Dabei wurde eine Mailvorlage entworfen, um auf diese Art von Angeboten zu reagieren bzw. ging es darum, sich an die Stellen zu wenden, die diese Angebote weiterverbreiten (zum Großteil über Studierenden-Mailverteiler). Es gab aber in keinem Moment eine direkte Aktion oder Kritik gegenüber Professor_innen dieser oder anderer Ausbildungsinstitutionen und es wurde nie von “unterirdischen Angeboten, die die Profs selbst weiterleiten” gesprochen, ebensowenig gab es Massenmails an Professor_innen oder sonstige Angestellte von Ausbildungsinstitutionen.

Interndinner hat um eine Erklärung von Seiten der Journalistin und um die Korrektur der falschen Aussagen gebeten.

Gleichzeitig wollen wir festhalten, dass der Artikel sehr wohl wichtige Fakten und Forderungen enthält und deshalb lesenswert ist.

 

[Link fürs Artikel im Bild]

Foto: Marijan Murat, dpa; Bearbeitung: jetzt

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You can now listen to the podium discussion Cultural Enterpreneurship?, at the Elevate Festival for contemporary music, art and political discourse.

The discussion, moderated by Bianca Ludewig, addresses this term by foccusing on many of its problematic aspects such as the figure of the precarious cultural worker. This broadcast features a cutup of the panel dedicated to this topic and a selection of tracks and live recordings of the artists that were featured in the music program

Participants: Adrienne Goehler (DE); Fabrice Starzinskas (FR); Thomas Burkhalter (CH); Ana de Almeida in behalf of Interndinner (PT) and Bianca Ludewig (DE)

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Listen here:

 

“Unschöner Zirkus” von Werkverträgen, Freien Dienstverträgen und EPU zulasten der Betroffenen

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Kaum ein Tag vergeht, ohne dass irgendwo Neue Selbstständige gefeiert werden. Mehr als die Hälfte aller Mitglieder der Wirtschaftskammer sind bereits Ein-Personen-Unternehmen (EPU), von denen ein Drittel die ersten Jahre der Selbstständigkeit allerdings nicht überlebt…” Artkel: HIER

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CULTURAL ENTREPENEURSHIP?

Podiumsdiskussion zum We Are Europe Jahresthema 2016

Die kreativen urbanen Milieus unserer Zeit sind ein zweischneidiges Schwert: auf der einen Seite ermöglichen sie eine spielerische Beschäftigung mit der Welt, auf der anderen funktionieren sie als Testumgebung und sorgen unfreiwillig für neue Probleme, die mit immer prekäreren Lebensbedingungen verbunden sind. Für die kapitalistische Produktivität spielt die kulturelle Produktion heute eine zentrale Rolle. Weshalb kulturelle UnternehmerInnen und AktivistInnen, Szenen und Subkulturen sich zunehmend mit den ökonomischen Aspekten der Gesellschaft konfrontiert finden. Leidenschaft, Risikobereitschaft, Kreativität, Flexibilität und Improvisation wurden zu Schlüsselressourcen im Kapitalismus der Gegenwart. Freiberufliche Tätigkeiten, Projektarbeit, kurzfristige Verträge sowie schlechte Bezahlung sind charakteristisch für eine neue Arbeitswelt in der die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen dem beruflichen und dem privaten Leben verschwimmen.

Im Rahmen dieser Diskussion bringen die TeilnehmerInnen verschiedenste Perspektiven und Erfahrungen ein. Mit welchen Strategien könnte diesen Unsicherheiten, Ungleichheiten und Ausschlüssen entgegengetreten werden? Könnte das bedingungslose Grundeinkommen ein Werkzeug dafür sein?

 

Freitag, 21 Okt

19:30 – 21:00

Forum Stadtpark

Stadtpark 1, 8010 Graz

Diskussion

Moderation: Bianca Ludewig (DE)

 

 

link: https://elevate.at/diskursprogramm/e16cultural/

EN version: https://elevate.at/en/schedule/e16cultural/

burning out

 

or… The pressure to do more, more, more

‘We need to educate people to take responsibility and pay artists – it’s about raising consciousness that people need to get paid for their work, it is as simple as that.’

‘The arts is not peripheral to society – it is society. And the role of the arts in society has never been more important’

An article by Madeleinde Dore for the Performing Arts Hub HERE

:: Hot or not (And ok) ::

Spiel & Diskussion zu Praktika im Kunstbetrieb 

Donnerstag 10. Dezember 2015 : 16 Uhr

ANMELDUNG NOCH MÖGLICH!!!

Ein Kooperationsprojekt von Interndinner und IG Bildende Kunst

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:: Hot or not (And ok) ::

Game & Discussion about internships in cultural field 

Thursday 10th December 2015 : 16 o’clock

YOU CAN STILL REGISTER!!!

A cooperation project between Interndinner and IG Bildende Kunst

Hotornot

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:: Hot or not (And ok) ::

10. Dezember 2015

16:00 @ IG Bildende Kunst

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“Das Projekt ist spannend, das Eröffnungsbuffet reichlich, aber am Ende gibt das Budget leider doch kein Honorar für dich her? Du wolltest mitmachen und darfst jetzt kreativ Kaffee kochen? Nicht länger auf schlechte Angebote hereinfallen! Über Bezahlung und Arbeitsbedingungen verhandeln lernen! Wenn du ein Praktikum suchst oder schon gefunden hast oder prekär bzw. gratis im Kulturbereich arbeitest, bist du bei uns richtig!”
So hieß es 2013 auf der Einladung zu einem von Interndinner organisierten Workshop. Viel hat sich an der Problematik von Praktika im Kulturbereich in den letzten Jahren nicht verändert. Deshalb lädt Interndinner erneut zu Auseinandersetzung und Information rund ums Thema “Praktikum” ein. Nach einem spielerischen Einstieg mit dem eigens von Interndinner entwickelten Praktikumsspiel “Hot or not (And ok)“ und Kaffee & Kuchen, spricht Veronika Kronberger von der „Watchlist Praktikum“ über rechtliche Grundlagen zu Praktikum und Arbeitsvertrag und steht für Fragen zur Verfügung.

★ Genaues Programm:
16 bis 17:30 Uhr: Spiel Hot or Not (And ok)
17:30 bis 18:15 Uhr: Kaffeepause
18:15 bis 20 Uhr: Input und Q&A mit Veronika Kronberger (Watchlist Praktikum: http://www.watchlist-praktikum.at/), anschließend Glühwein.

★ Anmeldung
Wir ersuchen um Anmeldung zur Teilnahme bis 1.12.2015 an office@igbildendekunst.at.

„Hot or not (And ok)“ 2015 ist ein Kooperationsprojekt von Interndinner und IG Bildende Kunst:
http://www.igbildendekunst.at/politik/sozialerechte/hot-or-not-and-ok

(Foto: Interndinner)

★ Interndinner
Interndinner ist ein offenes Kollektiv, das sich gegen Ausbeutung im Kulturbereich richtet. Entstanden aus einem Abendessen im Diskussionsformat, das an un- und unterbezahlte Kulturarbeiter_innen, die oft sogenannten Interns oder Praktikant_innen gerichtet war, versuchen wir, die unbezahlte und oft prekäre Situation, der Arbeiter_innen im Kulturbereich ausgesetzt sind, aufzuzeigen und Möglichkeiten des kollektiven Handelns zu entwickeln. (https://interndinner.wordpress.com/)

★ Veronika Kronberger
Ausgebildete Fotografin, studiert Kultur und Sozialanthropologie, an der Universität Wien. Sie arbeitete bis Juli 2013 im Referat für Sozialpolitik der ÖH Bundesvertretung und war Projektkoordinatorin für das Gütesiegel Praktikum. Seit Juni 2011 Vorsitzende der Plattform Generation Praktikum und seit Dezember 2013 bei der GPA-djp, Geschäftsbereich Interessenvertretung, mit dem Schwerpunkt atypische Beschäftigungsverhältnisse tätig. Initiatorin der watchlist-praktikum.at und watchlist-prekaer.at

★ IG BILDENDE KUNST
Die IG BILDENDE KUNST ist eine Interessenvertretung bildender Künstler_innen in Österreich. Wir initiieren kulturpolitische Debatten und intervenieren in Entscheidungsprozesse, die Auswirkungen auf Arbeit und Leben bildender Künstler_innen haben. Wir fordern: Freiheit der Kunst! Recht auf soziale Rechte! Bleiberecht für alle! Gleiche Rechte für alle! (http://www.igbildendekunst.at/)

// English version:

“The project is super interesting, the opening buffet is delicious, but in the end there is nothing left in the budget to pay your honorary? You wanted to participate but that actually means to apply your motivation and creative skills into making coffee? Don’t get trapped in bad job and internship offers ever again! Come and join us, lets learn together how to negotiate payment and working conditions! If you are searching for or have already found an internship, if you are working in the cultural field for free or under precarious working conditions, then you just found yourself at the right place!”
This was Interndinner’s invitation for a workshop with job and internship offers back in 2013. Not much has changed since then when it comes to internships and their relation with exploitation and precarious work, that is why Interndinner invites you again to join us in a get-together with discussion, information and solutions around the word “internship”.
Come and play with us Interndinner’s game Hot or not (And ok) with coffee and cake, followed by a contribution about the boundaries of the legal framework around internships by our guest Veronika Kronberger from Watchlist Praktikum.

★ Program:
1. Hot or not (And ok) game: 16:00 to 17:30
2. Coffee break (17:30 to 18:15)
3. Input and Q&A with Veronika Kronberger (18:15 to 20:00)
4. Mulled wine
Hot or not (And ok) 2015 is cooperation between Interndinner and IG Bildende Kunst

★ Please register for participation until Dec 1, 2015 on office@igbildendekunst.at

★ Interdinner is an open collective directed against exploitation in the cultural field. Named after a discussion-with-dinner for un- and underpained cultural workers in 2012, we try to make public the often precarious situations cultural workers find themselves in and we collectively try to fight against this precarity conditions.
(https://interndinner.wordpress.com/)

★ Veronika Kronberger is a professional photographer and currently studying Cultural and Social Anthropology at the University of Vienna. Untill July 2013 she worked in the Department of Social Affairs within the National Body of Representatives of the Austrian Student Union. She was the coordinator of “Gütesiegel Praktikum”. In 2011 she has been appointed for the president of Plattform Genration Praktikum. Since December 2013 she has been working in GPA-dip whre she is responsible for the so called ‘atypical employment relationships’. She is also the initiator of watchlist-praktikum.at as well as watchlist-prekaer.at

★ IG BILDENDE KUNST is the body of representatives of the visual artists in Austria. We initiate debates on the field of the cultural policy and are involved in decision-making processes which have impact on the working and living conditions of the visual artists.
We claim: Freedom of Art! Right of social rights! Right of residence for everyone! Equal rights for everyone! (http://www.igbildendekunst.at/)

 

IG Bildende Kunst: Gumpendorfer Straße 10-12, 1060 Vienna, Austria

Facebook event: https://www.facebook.com/events/1046766968688756/